Termine:Fundraising-Workshop 2013

Aus Projekthaus Döbeln
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Fundraising-Training für politische Projekte

Das letzte Fundraising-Training fand vom 23. Februar bis 3. März 2013 im Projekthaus Mannsdorf statt. Beworben wurde es auf der JANUN-Webseite, in der Finanzpool-Mailingliste und in der JANUN-Netzwerk-Mailingliste. Die Anreise sollte schon am Freitag Abend, den 22. Februar erfolgen, die Abreise war auch am Montag, den 4. März möglich.

Wir veranstalten dieses Training schon seit einigen Jahren und verbessern das Konzept kontinuierlich. Die vorherige Veranstaltung fand vom 11.-19.02.2012 statt.

Da diese Trainings in der Vergangenheit oft überbucht waren - und auch dieses Mal erhielten wir viele Anfragen - und wir dann Wartelisten anlegen mussten, empfehlen wir uns bei Interesse an diesem Seminar frühzeitig zu kontaktieren - per E-Mail an Falk ÄTT greenkids.de[1]. Ihr könnt auch anrufen, wenn ihr Fragen habt (die verbindliche Anmeldung aber bitte trotzdem per E-Mail): +49 3431 5894177



Seminarprogramm

Freitag, 22. Februar 2013
10.00 Uhr - Aufbau in den Räumlichkeiten

18.00 Uhr - Anreise der TeilnehmerInnen

  • Organisatorische Informationen (Essen+machen, Schlafen+Gast sein, Aufräumen, Selbstorga, Infowände, Schlüssel, TeilnehmerInnenliste)

19.00 Uhr - Abendessen

  • machen, essen, aufräumen
  • anschließend auch Essen für den nächsten Tag vorbereiten

22.00 Uhr - ggf. Containern fahren (mit einigen TeilnehmerInnen)


Samstag, 23. Februar 2013
8.00 Uhr - Frühstück machen

8.30 Uhr - Frühstück

9.30 Uhr - aufräumen, abwaschen

10.00 Uhr - Seminarbeginn

  • Programmüberblick
    • das Programm ist ein Vorschlag, eine Hilfestellung zur Orientierung - die TeilnehmerInnen können individuell auch einen anderen Arbeitsrhythmus wählen, sollten sich aber bewusst sein, dass viel Arbeit ansteht und ein straffer Zeitplan notwendig ist

10.30 Uhr - Vorstellungsrunde

  • pro Person: 2 Minuten für persönliche Vorstellung (wer, von wo, was sonst noch), dann 2 Minuten für inhaltliche Infos (Erwartungen an das Seminar, Hintergrundwissen)

12.00 Uhr - Mittagessen

  • machen, essen, aufräumen

13.30 Uhr - Einführung Geldorganisierung

15:15 Uhr - Pause

15:30 Uhr - Praxisteil des Einführungsworkshops

  • Überblick über mögliche Projektanträge
  • Runde: Wer will welche "kleinen" Anträge machen (pro Person: 2 Minuten)
  • Praxisteil "kleine" Anträge schreiben

18.30 Uhr - Abendessen

  • machen, essen, aufräumen

20.00 Uhr - Fortsetzung Praxisteil "kleine" Anträge schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

23.00 Uhr - Ende des offiziellen Teils


Sonntag, 24. Februar 2013
8.00 Uhr - Frühstück machen

8.30 Uhr - Frühstück

9.30 Uhr - aufräumen, abwaschen

10.00 Uhr - Überblick zur Vertiefungsphase + Fördermöglichkeiten

  • es wird eingestreute Theorieteile geben; Hauptschwerpunkt sind die Arbeitsphasen, in denen jede Person an einem eigenen Antrag arbeitet und dabei von den Coachs betreut wird
  • in den täglich stattfindenden Runden zum "Stand der Dinge" besteht die Möglichkeit sich mit allen kurz und knapp auszutauschen; die TeilnehmerInnen sollen sich zwischendurch gegenseitig helfen, einander ihre Entwürfe zeigen und sich gegenseitig unterstützen
  • erste vollständige Antragstexte sollten spätestens Dienstag, besser schon am Montag vorliegen - die Coachs werden diese gegenlesen und in mehreren Korrekturdurchläufen immer mehr in die Tiefe gehen (3-5 Korrekturdurchläufe sind ratsam)
    • zunächst wird die Verständlichkeit / Schlüssigkeit des Textes geprüft und dazu Hinweise gegeben
    • ist das erfüllt, wird auf Vollständigkeit der abgefragten / erforderlichen Informationen gecheckt
    • erst danach kann sinnvoll eine inhaltliche / qualitative Tiefenprüfung gemacht werden
    • da erfahrungsgemäß nicht nach jedem Durchlauf gleich alle "Unebenheiten" beseitigt sein werden, können mehr als drei Korrekturdurchläufe nötig sein
    • auch ein nicht so hochwertiger Antrag, wie er Ziel des Trainings ist, hat Chancen bewilligt zu werden; aber umso knapper die Förder-Etats sind, umso wichtiger ist die Qualität des Antrags; außerdem steigt mit der Qualität auch die Chance der Bewilligung unabhängig von der Begrenzung der Fördermittel; Ziel sind Anträge, die qualitativ den prüfenden Förderinstitutionen keine großen Spielräume für Kritik bieten
  • u.a. Youth in Action, Kinderhilfswerk, European Youth Foundation (EYF)


10.30 Uhr - Runde: Wer beantragt welches "große" Projekt?

  • pro Person: 2 Minuten

11:25 Uhr - Pause

11.30 Uhr - Theorieteil: Konzeption

12.30 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

14.00 Uhr - Mittagessen

  • machen, essen, aufräumen

16.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

19.00 Uhr - Theorieteil: Richtlinien

20.00 Uhr - Abendessen

  • machen, essen, aufräumen

22.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

23.00 Uhr - Ende des offiziellen Teils


Montag, 25. Februar 2013
8.00 Uhr - Frühstück machen

8.30 Uhr - Frühstück

9.30 Uhr - aufräumen, abwaschen

10.00 Uhr - Runde: Stand der Dinge

  • pro Person: 2 Minuten
  • welche "kleinen" Anträge sind schon abgeschickt? Wo gibt es noch Probleme?
  • wie ist der Stand der "großen" Anträge? Gibt es Schwierigkeiten? Hattest du Erkenntnisse, die anderen TeilnehmerInnen weiter helfen könnten?
  • wie geht es dir gerade mit dem Seminar, der Gruppe, den Umständen?

11.00 Uhr - Theorieteil: Träger + Rechtsformen

  • Träger braucht mensch für jeden Projektantrag: natürliche Personen, gemeinnützige NGO, informelle Gruppe, Behörde etc.
  • gemeinnützige NGOs müssen in der Regel Dokumente vorweisen: Registerauszug, Satzung, Freistellungsbescheid, eventuell auch Umsätze des Vorjahres
  • oft ist es gut auf einen gemeinnützigen Verein für Projektanträge zurückgreifen zu können - Vereine bedeuten aber auch Aufwand über den Antrag hinaus (Buchführung, Steuererklärung, Formaliakram)
  • manche Anträge können nur bestimmte Träger stellen etc.

12:00 Arbeitsphase

14.00 Uhr - Mittagessen

  • machen, essen, aufräumen

16.00 Uhr - Theorieteil: Haushalt

17.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

20.00 Uhr - Abendessen

  • machen, essen, aufräumen

22.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

23.00 Uhr - Ende des offiziellen Teils


Dienstag, 26. Februar 2013
8.00 Uhr - Frühstück machen

8.30 Uhr - Frühstück

9.30 Uhr - aufräumen, abwaschen

10.00 Uhr - Runde: Stand der Dinge

  • pro Person: 2 Minuten
  • wie geht es dir gerade?
  • wie weit ist dein Antrag? Wo hast du noch Probleme? Hast du Tipps für Andere?

11.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

14.00 Uhr - Mittagessen

  • machen, essen, aufräumen

16.00 Uhr - Theorieteil: Projekttitel

  • die Chancen auf Bewilligung eines Projektantrags steigen, wenn es einen herausstechenden guten Titel gibt

17.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung
  • spätestens jetzt Anträge gegenlesen lassen

20.00 Uhr - Abendessen

22.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

23.00 Uhr - Ende des offiziellen Teils


Mittwoch, 27. Februar 2013
8.00 Uhr - Frühstück machen

8.30 Uhr - Frühstück

9.30 Uhr - aufräumen, abwaschen

10.00 Uhr - Runde: Stand der Dinge

  • pro Person: 2 Minuten
  • wie geht es dir gerade?
  • wie weit ist dein Antrag? Wo hast du noch Probleme? Hast du Tipps für Andere?

11.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

14.00 Uhr - Mittagessen

  • machen, essen, aufräumen

16.00 Uhr - Theorieteil: Vereinsgründung und -organisation

17.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

20.00 Uhr - Abendessen

21.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

23.00 Uhr - Ende des offiziellen Teils


Donnerstag, 28. Februar 2013
8.00 Uhr - Frühstück machen

8.30 Uhr - Frühstück

9.30 Uhr - aufräumen, abwaschen

10.00 Uhr - Runde: Stand der Dinge

  • pro Person: 2 Minuten
  • wie geht es dir?
  • wie weit ist dein Antrag? Wo hast du noch Probleme? Hast du Tipps für Andere?

11.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

14.00 Uhr - Mittagessen

  • machen, essen, aufräumen

16.00 Uhr - Theorieteil: Abrechnung

  • Belege zusammenstellen, Richtlinen im Auge behalten, Konsequenzen für den Träger, Projektbericht

17.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

20.00 Uhr - Abendessen

  • machen, essen, aufräumen

22.00 Uhr - Workshop: kritischer Umgang mit Fördermitteln (Diskussion)

23.00 Uhr - Ende des offiziellen Teils


Freitag, 1. März 2013

8.00 Uhr - Frühstück machen

8.30 Uhr - Frühstück

9.30 Uhr - aufräumen, abwaschen

10.00 Uhr - Runde: Stand der Dinge

  • pro Person: 2 Minuten
  • wie geht es dir?
  • wie weit ist dein Antrag? Wo hast du noch Probleme? Hast du Tipps für Andere?

11.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

14.00 Uhr - Mittagessen

  • machen, essen, aufräumen

16.00 Uhr - Praxisteil: Tabellenkalkulation

18.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

20:00 Uhr - Abendessen

22.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

23.00 Uhr - Ende des offiziellen Programmes


Samstag, 2. März 2013

8.00 Uhr - Frühstück machen

8.30 Uhr - Frühstück

9.30 Uhr - aufräumen, abwaschen

10.00 Uhr - Runde: Stand der Dinge

  • pro Person: 2 Minuten
  • wie geht es dir?
  • wie weit ist dein Antrag? Wo hast du noch Probleme? Hast du Tipps für Andere?

11.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

14.00 Uhr - Mittagessen

  • machen, essen, aufräumen

16.00 Uhr - Offener Workshop

18.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

20:00 Uhr - Abendessen

22.00 Uhr - Arbeitsphase: am eigenen Projektantrag schreiben

  • Pausen nach Selbsteinschätzung

23.00 Uhr - Ende des offiziellen Programmes


Sonntag, 3. März 2013

8.00 Uhr - Frühstück machen

8.30 Uhr - Frühstück

9.30 Uhr - aufräumen, abwaschen

10.00 Uhr - Runde: Stand der Dinge

  • pro Person: 5 Minuten
  • wie geht es dir?
  • was ist noch zu erledigen bis der Antrag fertig ist.

12.00 Uhr - Auswertung

14.00 Uhr - Mittagessen

  • machen, essen, aufräumen

16.00 Uhr - Aufräumen

18.00 Uhr - Abreise (oder am Montag)


Skript des Einführungsworkshops in die Geldorganisierung für politische Arbeit

Diesen Skript hatten wir schon beim Fundraising-Workshop 2008 verwendet, hier befindet sich nun eine überarbeitete und aktualisierte Version.

Geldtöpfe

Überblick zum Theorieteil:

  1. staatliche Zuwendungen (Land, Bund, EU – in der Regel nur Ko-Finanzierung)
  2. allgemeine gemeinnützige Stiftungen
  3. Firmenstiftungen (auch gemeinnützig, aber an einem Unternehmen gekoppelt)
  4. Bildungsförderung/-gelder
  5. Verbände
  6. Förderpraxis
  7. Andere Finanzierungsquellen
  8. Hilfestellungen


Staatliche Zuwendungen

  • Europäischer Strukturfonds
  • Youth In Action (Jugend in Aktion), Jugendförderung für Jugendgruppen bis 27 Jahre (Aktion 1.1); je nach Aktion bis zu 60.000 € (z. B. Internationale Jugendbegegnung); Abrechnung pro Kopf und Tag und pauschal, d.h. Quittungen sammeln, aber nicht extra Abrechnung machen
    • Aktion 1.2: Initialförderung für Jugendgruppen (5500 € bis ca.10000 € + Reisekosten)
    • Aktion 4.3: Trainings, projektvorbereitende Treffen, nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Multiplikator_innen; für Vertiefungsarbeit
  • Umweltbundesamt (UBA, Bundesebene)
    • schwierig, dort Geld zu beantragen, hohe Professionalität erforderlich, hoher Aufwand um Kriterien zu erfüllen
  • Umweltministerium (Landesebene)
    • ebenso schwierig; Gelder meist verteilt, Unwille, dieses noch unter mehr Antragsteller_innen zu verteilen
  • Jugend- und Kulturämter (Regional-/Lokalebene)
    • oft hoher bürokratischer Aufwand
    • regelmäßige Projekte werden bevorzugt
  • JANUN (Jugendumweltnetzwerk Niedersachsen), finanzielle Unterstützung bei Seminaren, solidarisch gegenüber linken Projekten (Stand Feb 2013)
  • Weltwärts -Förderung von Projekten ehemaliger Auslandsfreiwilliger des weltwärts-Programms
  • Grundtvig-EU-Programm - Praktisches Lernen für Erwachsene
  • Europa für Bürgerinnen und Bürger
  • Bundesministerium für Entwicklung hat eine eigene Agentur

Allgemeine gemeinnützige Stiftungen

  • Nord-Süd-Brücken Stiftung
  • Parteinahe Stiftungen (Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung)
  • Hans-Böckler-Stiftung
  • Reemtsma-Stiftung
  • NUE - Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung // in Schleswig-Holstein: Bingo-Projektförderung
  • Stiftung Mitarbeit
  • Bewegungsstiftung
  • Dt. Bundesstiftung Umwelt
  • Dt. Umweltstiftung
  • Stiftung Umverteilen (Fond/ AG 3. Welt hier, bis 1000 €)
  • Rosa-Luxemburg-Stiftung (rls): linksradikale Politikarbeit, wenig Fördervolumen, Antikapitalismus als Förderkriterium
  • Heinrich-Böll-Stiftung: keine Ko-Finanzierung bei Beteiligung der rls, unterhält Landesstiftungen, bei regionaler Projektorientierung dort anfragen, bei bundesweiten Projekten bei der Bundesgeschäftsstelle; es gibt ein angegliedertes "Gunda-Werner-Institut - Feminismus und Geschlechterdemokratie" (nicht gecheckt, ob die fördern!)
  • Selbach Umweltstiftung
  • Doris Wuppermann Stiftung
  • JUGEND HILFT - soziale Projekte von Kindern und Jugendlichen (Förderung bis 2500 €)
  • Heidehof Stiftung
  • Stiftung Interkultur
  • Beatrice Nolte Stiftung für Natur- und Umweltschutz
  • Stiftung Eine Welt Eine Zukunft
  • Stiftung Mercator (hängt mit Metro zusammen - u.a. Integration & Klimawandel; Achtung: nicht gemeinnützig)
  • Stiftung Toleranz bzw. F. C. Flick Stiftung (gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz; Enkel des lieben Herrn Flick!; wohl ausschließlich neue Bundesländer und Berlin)
  • regionale Privatstiftungen von reichen Menschen, wo manchmal einfach Geld für lokale Projekte zu bekommen ist. Übersichten von Stiftungen auf Regionalebene z.B.:
  • zur Suche von passenden Stiftungen:


zwar keine Stiftungen, aber nicht-staatliche und nicht-wirtschaftliche Förderinstitutionen:

Firmenstiftungen

  • TRIAS, Zukunftsstiftung Landwirtschaft (beide GLS-Bank; esoterisch und an dem anthroposophischen Unfug Rudolf Steiners orientiert )
  • Lotto-Stiftungen (Lotto, Landesstiftungen, unter Kontrolle der Landesregierungen, d.h. Themen die im Ministerium abblitzen, blitzen oft auch bei der Lotto-Stiftung ab)
  • Sparkassen-Stiftungen (Privatstiftungen der regionalen Sparkassen, eher bei regionalem Engagement für die Region, eher höhere Beträge) und andere Banken Stiftungen
  • Robert-Bosch-Stiftung, Tengelmann-Stiftung, Ikea-Stiftung, Veolia-Stiftung; Feigenblatt der Unternehmen, um greenwashing zu betreiben, aber manchmal durchaus interessant
  • Deutsche Bank Jugendfond (Youthbank): einfache Anträge bis 500 €; ein regionaler Jugendrat entscheidet - Werbung für die deutsche Bank!
  • dm Drogerie - z.B. Förderprogramm "Ideen Initiative Zukunft"

Bildungsförderung/-gelder, Seminargelder

  • Politische Bildungsveranstaltungen auf Bund/Land/Regionsebene (in LSA ca. 10 € pro Kopf und Tag, MD ca. 7,50 € pro Tag, LNS ca. 12,50 €); Unterscheidung in Erwachsenen- und Jugendbildung; Ansprechbehörde: Landesjugendamt/ Landeszentrale für politische Bildung; Antragstellung sehr kompliziert, Nachweis der Ausgaben; bei Landesjugendamt Sachsen-Anhalt meist insgesamt ein Aktenordner


Verbände

  • Kampagnengelder: Vereine, die groborientierte Kampagnen am Laufen haben, geben Geld manchmal an Initiativen ab. Schwierig, weil intransparent, wer welche Kampagne wo laufen hat, keine Vergaberichtlinien, manchmal aber lukrativ, weil auch unbürokratisch und formlos. Häufig nur mit guten Kontakten und Beziehungen.
  • ASten, RefRat, StuRa (Studierendenausschüsse der Universitäten), FasRas (Fachschaftsräte): unterschiedlich, manchmal nur für Studierende der jeweiligen Unis, manchmal mit Vergabekriterien, meist eher wenig Geld (bis 500 € häufig, manchmal aber auch mehr), häufig mit Vorsprechen verbunden, positiv wenn Mensch an dieser Uni studiert. Es gibt an den Unis (mit etwas weniger Geld) auch noch Fachschaften, die selbst weitere Gelder vergeben können.
  • Aktion Mensch: Zuschüsse für Jugendprojekte und Benachteiligtenförderung
  • Deutsches Kinderhilfswerk: konkret für Kinderthemen, relativ simple Antragstellung
  • Verbände: wenn Gruppe Mitglied im Verband ist, z. B. Landesjungendring kann mensch dort Töpfe angraben -> z. B. Landesjugendplan
  • NAJU & BUNDjugend: Zuschüsse von denen, v.a. für traditionelle Veranstaltungen wie JUKSS, Anti-Castor oder bei thematischer Nähe, z. B. Klimacamp
  • Parteitöpfe, DGB oder andere Gewerkschaften, gerade für kleine Summe oft sehr einfach. Formlose Anträge möglich.


Förderpraxis

  • Aufwand der Antragsstellung ist abhängig von der Förderstelle: Negativbeispiel: Landeszentrale für politische Bildung; Positivbeispiel: DKHW
  • Unterschied zwischen formloser Antragsstellung & Formular
  • Abrechnungsbericht manchmal/meist notwendig
  • Professionalität zeigen; abhängig von Förderstelle;
  • Youth in Action: keine Professionalität gewünscht; Bundesmittel: hohe Professionalität gewünscht, dort bilden bewilligte Mittelanträge und durchgeführte Projekte Referenzen für spätere Anträge
  • Selbstbewusstes Auftreten ist förderlich, um den Antrag durchzubekommen


Bewilligungskriterien

  • Alter der Teilnehmer_innen/ des Antragsstellers
  • Wohnort der Teilnehmer_innen (Landesebene, Region, Wirkungsraum der Förderstelle)
  • gemeinnützige Einrichtung (e.V.) manchmal Kriterium, z.B. bei Stiftung Mitarbeit; nicht bei YiA, Initiativfonds der rls;
  • Satzungskriterium oder Zweckorientierung manchmal notwendig, z. B. Jugendhilfe, Umweltarbeit (steht in der Satzung unter gemeinnützige Ziele, meist §57 der Abgabenordnung des Landes)
  • Zeitraum & Fristen unterschiedlich, auch mal 1,5 Jahre; kurzfristig manchmal schwierig (vor allem bei Bundesstellen)
  • Erfordernisse: bei trägerbezogener Förderung: Vereinsregisterauszug, Anerkennungsbestätigung der Gemeinnützigkeit
  • Zeitpunkt (Finanzsituation der Geldgeber, Ereignisse wie Wahlen etc.)


Andere Finanzierungsquellen

  • Spenden einwerben bei Parteien, Stiftungen und Vereinen, Sponsoring und Spenden bei Firmen und Unternehmen (auch Sachspenden), z. B. bei Bio-Firmen
  • Bußgeldzuweisungen aus Strafverfahren Geldstrafen förderungswürdigen Einrichtungen zuweisen, auch als e.V. sinnvoll, da die Gerichte meist Listen mit NGOs haben, die sie immer mal wieder bei Strafsachen bedenken
  • Soliparties organisieren, Voküs, Flohmärkte, Straßenmusik etc., um Aktion oder Projekt zu finanzieren
  • Bündnisse (Mietshäusersyndikat bei Projekthauskäufen im Rahmen des Mietshäusersyndikat, Kommunetöpfe für Kommunen, Projektwerkstatt auf Gegenseitigkeit)


Hilfestellungen

  • Praxisseminare: z.B. wenn ein Verein seine Steuererklärung macht, oder gerade beim Anträge stellen ist, gibt es manchmal die Möglichkeit, über die Schulter zu schauen
  • Auseinandersetzung mit Selbstorganisierung:
    • Schnorren
    • Containern
    • Selber machen
  • Künstler-Sozial-Kasse: günstigere Kranken- und Pflegeversicherung für KünstlerInnen, JournalistInnen und AutorInnen
  • Verwertungsgesellschaften: VG Wort, VG Bild-Kunst
    • Institutionen, die über einen im Kaufpreis von Vervielfältigungsmedien enthaltenen Beitrag den Autor_innen Geld für Urheberschaften von Schriften etc. zukommen lässt; benötigt Wahrnehmungsvertrag mit o.g. Verwertungsgesellschaften, auch bei Internet-Veröffentlichungen (bei VG Wort nur mit eingefügtem Zähler)
  • Honorare abrechnen für Referent_innearbeit, zu Themen, an denen mensch ohnehin arbeitet, für Referent_innentätigkeit gibt's auch in Bezug auf Hartz IV Freibeträge
  • eigene Publikationen: Rezensionsarbeit, Austauschabonnements mit regelmäßig erscheinenden Zeitschriften, Austauschanzeigen mit anderen Zeitschriften
  • Artikel veröffentlichen: in Tageszeitungen, Fachzeitschriften etc. und Zeilenhonorar und Belegexemplar erhalten
  • Tausch von Abo gegen Sachspenden (bei Verlagen z.B. Bücher), die mensch über selbstorganisierte Büchertische wieder in Geld eintauschen kann
  • Gegenseitige Hilfe beim Antragschreiben: Finanzpool-Mailingliste
  • Infoportal zu Fördermitteln: Finanzierungspool
  • Überblicke von Fördermöglichkeiten:


ENDE THEORIETEIL

... es folgt: Praxisteil ...


Praxisworkshop: kleine Anträge selber stellen


Konzeption

Die Konzeption ist vor allem für Fundraising-Anfänger*innen sehr hilfreich. Auch wenn mit einer Gruppe gearbeitet wird, erweist es sich als sinnvoll eine Konzeption zu schreiben, um sich über das Projekt zu verständigen. Hier werden die Inhalte, Ziele und Durchführung so dargelegt, wie das eigene Anliegen ist. Bei der Formulierung von Anträgen wird dann der Text so umformuliert, dass er zu der Zielsetzung und den Richtlinien der Förderinstitution passt. Die Konzeption sollte möglichst ausführlich sein und alle inhaltichen und organisatorischen Details berücksichtigen.

  • Wer macht das Projekt?
  • Wer ist formaler Träger?
  • Wo wird das Projekt gemacht?
  • Wann findet das Projekt statt? - Zeitraum, Dauer, Phasen (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung)
  • Was wird gemacht? - Veranstaltungsart (Kongress, Kampagne, Seminar, Druck einer Publikation, Projekthaus)
  • Was wird gebraucht? - Material, Orte, Menschen
  • Wie wird das Projekt umgesetzt? - Öffentlichkeitsarbeit, Dokumentationen, Methoden

Richtlinien

  • legen fest, was, wie, wann und wer gefördert wird
  • Richtlinien sind oft in verklausuliertem "Beamtendeutsch" formuliert. Je nach Stiftung können die Richtlinien sehr detailliert (und kompliziert) oder sehr einfach formuliert sein. Um erfolgreich zu sein, sollte mensch sie gut gelesen haben.
  • besonders bei staatlichen Zuwendungen gibt es oft ausführlich und umständlich formulierte Richtlinien, die sich manchmal aus verschiedenen Dokumenten zusammen setzen (wegen gesetzlicher Regelungen auf verschiedenen Ebenen)
  • geregelt wird dort meist auch, inwiefern mensch vom Antrag abweichen darf (üblich: 20 % Abweichungen von Einzelpositionen zulässig, wenn mensch insgesamt die Maximalförderung einhält, also anderswo spart)
  • vor der Antragstellung sollten die zugrunde liegenden Richtlinien genau gelesen (und verstanden) werden; oft sind die Details entscheidend
  • wer: z.B. eingetragener Verein, Privatperson mit bestimmtem Abschluss, Institution mit Sitz an speziellem Ort
  • wie:
    • Anteilsfinanzierung, Fehlbedarsfinanzierung etc.
    • Festbetrag, Pauschalen, Anteile, Kostenbasis etc.
  • wann:
    • Antragstellung ganzjährig oder nur zu bestimmten Zeitpunkten möglich
    • Deadlines zur Antragseinreichung
    • Minimal- und Maximaldauer des Projekts
  • was/was nicht:
    • Personalkosten/Honorare, Reisekosten, Anschaffungen, Mieten, Investitionen etc.
    • Veranstaltungen, Bildungsmaßnahmen, Projekte etc.
  • Nachweispflicht:
    • innerhalb welchen Zeitraumes
    • Berichte
    • Belege, Unterschriftenlisten & andere Bestätigungen
    • Form des Nachweises (Formular, Bindung, Umfang)
  • Zuschusshöhe, Ratenzahlung, Liquiditätsnachweis, Trägernachweise
  • was ist mit dem Antrag einzureichen? (Referenzen, Pläne, Genehmigungen, Bestätigungen von Gruppenmitgliedern/Partnergruppen...)
  • Förderrichtlinien können auch die Phantasie beim Antrag-schreiben sehr gut anregen - wenn mensch weiß was die Förderinstitutionen wollen, können sie es auch bekommen und die Anträge kommen warscheinlicher durch ;)
  • Also: Richtlinien genau lesen und den Antrag entsprechend gestalten!


Träger und Rechtsformen

  • Es gibt viele Rechtsformen: Partei, Stiftung, Verein, GmbH, AG, eG, KG, Limited, UG...
  • Haftung: Einzelne Personen (juristisch: natürliche Person) und informelle Gruppen (GbR - Gesellschaft bürgerlichen Rechts) haften bei Schaden mit eigenem Vermögen. Wenn ein Schaden aber im Rahmen eines Vereins entsteht, haftet der Verein mit dem Vereinsvermögen. Die einzelnen Personen bleiben unbetroffen.
  • Träger eine Projektes:
    • muss nicht durchführende Gruppe sein
    • Träger muss immer sein, kann Verein sein, oder natürliche Person (einzelne Person)
  • bei NGO muss nachgewiesen werden, dass sie anerkannt ist etc. --> Satzung, Vereinsregister und Freistellungsbescheid
  • NGOs wird manchmal mehr Professionalität zugetraut, zieht bei Anträgen wo das sein soll
  • Vereine zu kennen ist immer gut, weil mensch sie oft braucht - z.B. Gemeinnützigkeit für Spendenanerkennung --> Workshop Vereinsgründung
  • Vereinsgründung:
    • Vorgehen zur Vereinsgründung siehe unter: Workshop: Vereinsgründung und -organisation
    • Kosten: 100-150 €;
    • Dauer: im Normalfall rund 3 Monate bis Prozedere geschafft ist
    • regelmäßig anfallende Aufgaben:
      • Steuererklärung muss jährlich gemacht werden
      • Mitgliederversammlung
      • ...
  • Trägerverein für Förderanträge sein, heißt mehr Aufwand haben und das Risiko tragen - es muss also ein Vertrauensverhältnis da sein oder aufgebaut werden
  • es gibt auch Genossenschaften, GmbHs, nicht eingetragenen Vereine und Stiftungen die gemeinnützig sind

Theorieteil Haushalt

Mitschrieb1, "Haushalt" gibts hier nicht direkt als text, aber als PDF.

Probleme mit der Kofinanzierung

-->Drittmittel/Zuschüsse anderer Institutionen

  • Einplanung von Kofinanzierung kann hilfreich oder notwendig sein, um Förderung zu erhalten
  • meist jegliche Zuschüsse anderer möglich (Ebenen beachten)
  • Problem: Kofinanzierung klappt eventuell nicht -->Loch im Finanzierungsplan
  • „Plan B“ nötig: Ersatz durch Eigenmittel, schnelle FöMi-Aquise, Parallelanträge, Verhandlung mit Zuwendungsgeber über Reduzierung der Abgaben


Woher Eigenmittel/-leistungen?

  • Bereitstellung von Infrastruktur (Räume, Fahrzeug, Technik etc.)
  • geldwerte Leistungen (Orga- und Unterstützungsarbeiten & ehrenamtliche Tätigkeiten, wie Layouten, Referate, Recherchen, Pressearbeit…)
  • Übernahme von Kosten (selbst oder durch Partner)-->z.B: Anteile Fahrtkosten oder andere Positionen
  • eigenes Geld, Geld von Umfeld/UnterstützerInnen


Abrechnungshinweise

Version 1

  • Finanziell
    • Belege einreichen (Kopien wenn nicht anderes gefordert)
    • Kategorien kenntlich machen
    • Finanzübersicht in Tabellenform
    • Begründungen für Abweichungen
    • Nach Fehlern überprüfen

Einfach ist dies Möglich mit OpenOffice Calc Zum Beispiel so:

Nummer Was Datum Summe Abrechnungsnummer Kategorie
1 Beamer 01.01.2010 1000 € JFE1 Anschaffungen
2 Bioladen Rechnung 03.01.2010 230 € JFE5 Essen
3 Briefmarken 05.01.2010 66 € JFE2 Kommunikation
4 Papier 08.01.2010 210 € JFE3 Verbrauchsmaterial
5 FoodCoop Rechnung 09.01.2010 JFE6 310 € Essen
6 Kugelschreiber 11.01.2010 JFWE4 30 € Verbrauchsmaterial

Dann mit der Formel =Summewenn(Bereich;"Bezeichnung";Summenbreich) zusammenrechnen lassen.

Anschaffungen 1000 €
Essen 540 €
Kommunikation 66 €
Verbrauchsmaterial 240 €
Summe 1846 €

Für das zusammenrechnen lautet die Formel natürlich =summe(Bereich)

  • Inhaltlich
    • Berichte schreiben
      • Abschlussbericht immer
      • Zwischenberichte wenn gefordert
    • Formulare ausfüllen die gefordert werden
  • Ergebnisse
    • Fotos
    • Broschüren
    • Schnippsel
    • Pressebereicht
    • Dokumentationen
    • erstelltes Material

ALLES VORHER SICHTEN OB ES GEEIGNET IST

  • Intern
    • inhaltliches klären, war das Projekt gut/erfolgreich
    • soziale, ist niemand unter die Räder gekommen ?
    • Vorbereiten und neue Methoden ausdenkne

==> Neues Projekt


Version 2

  • Belege aufheben (Adressat, Datum, Inhalte müssen passen)
  • Überblick über Ausgaben und verbleibendes Budget bewahren -->Ausgaben rechtzeitig (im Projektzeitraum) tätigen
  • Belege in D-Land müssen v.a. enthalten:
    • AusstellerIn (+Stempel+Unterschrift)
    • Rechnungsnummer
    • Steuernummer
    • ggf. AdressatIn + MWST/USt
    • Datum, Betrag, Klare Inhaltsangabe
  • Ausgaben (+ggf. Einnahmen) müssen im Abschlussbericht nachgewiesen werden (!) -->Belege passend zu beantragten Haushaltspositionen (und ggf. Zahlungsbelege, z.B. Kontoauszüge, Quittungen)
  • Nicht verwendete Mittel müssen schnell zurückgegeben werden, da sonst ggf. Zinsen gefordert werden können
  • Alle Unterlagen sammeln, aber nicht mehr einreichen als gefordert (Risiko minimieren)


Workshop: Vereinsgründung und -organisation

verschiedene Trägerformen

  • (vgl. auch: ...)
    • GmbH - Grundstock 25.000€, Stimmrecht über Anteile, wenig flexibel, aufwendig
    • e.G. eingetragene Genossenschaft, kompliziert, kann sehr demokratisch sein, lohnt sich nur für große Projekte, ist Kreditwürdig
    • natürliche Personen: persönlich, informelle Gruppen - Haftung mit 100% Privatvermögen! der unterschreibenden Person
    • ... andere Rechtsformen wie z.B. britisches "limited", beschränkt auf 1 Pfund Einlagen - wegen Gleichbehandlung alle Rechtsformen im gesamten europäischen Raum anerkannt
    • Verein: relativ einfach zu gründen, Kosten ca. 50€, relativ viele Regeln festschreibbar, haftet außer bei Vorsatz
      • gemeinnützig: (nicht gleich mildtätig) Spenden können steuerlich geltend gemacht werden, muß keine Steuern zahlen
  • alle genannten Gruppen können gemeinnützig werden, außer natürliche Personen

Vereine

  • Schwerpunkt auf Verein, beschränkt auf deutsches Recht
    • Gründung:
      • mind. 7 Menschen, klein anfangen einfacher
      • treffen sich an beliebigen Termin = Mitgleiderversammlung
      • Protokoll mit Sitzungsleitung und ProtokollantIn und Liste aller Anwesenden (Name, wohnhaft in, Geburtsdatum und -Ort, mit Unterschriften)
      • Beschluss der Satzung
      • Ort, Zeit
      • Vorstand einzeln wählen
      • von Sitzungsleitung, ProtollantIn und einem/r Vorstandsperson unterschreiben
    • Mitgliederversammlung gibt Weisungen an Vorstand, der führt sie meist aus
    • nächster Schritt ist notarielle Bescheinigung, dass Verein eingetragen werden soll - mit Perso müssen Vertretungsberechtigte alle dort antreten, der Notar beglaubigt Schreiben, dass Verein bitte eingetragen werden soll mit seinem Siegel (erst dort unterschreiben!!) und berechnet rund 15 €
    • dann beglaubigtes Anschreiben, Satzung, Gründungsprotokoll und Beglaubigung (je Original und Kopie) und Bitte um Registerauszug an das Registergericht - ab jetzt dauerts zwischen 6 Tage und 6 Monate bis Antwort kommt, meist 1-3 Monate
    • ab dem Moment, wo Registerauszug da ist ist Verein eingetragen, besteht Haftung des Vereins
    • allgemein versuchen Ämter immer, Vereine in Standartformen zu pressen, es gibt aber viel Spielraum
    • Vereinssatzung kann nach ihrem Beschluss ans Finanzamt geschickt werden (auch vor Eintragung) um Gemeinnützigkeit zu beantragen
    • wenn die einmal besteht, läuft sie nicht von alleine wieder ab, kann aber aberkannt werden
    • es müssen keine Steuern gezahlt werden
    • Menschen müssen für ihre Spenden keine Steuren zahlen
    • viele Förderinstitutionen verlangen Gemeinnützigkeit

Satzung von Vereinen

  • Namen (einzigartig), Sitz (legt zuständiges Finanzamt fest) - dort muss "wesentliche Meinungsfindung" stattfinden, eventuell ist ländliche Gegend gut, weil Finanzämter da nich so gestresst von politischen Vereinen sind - sonst da wo Büro is
  • Ziele (Selbstlosigkeit) und Methoden, d.h.wie werden Ziele erfolgt
  • für Gemeinnützigkeit muss bestimmte Formel/Satz rein --> in Formularen im Internet nachsehen
  • können ruhig viele Ziele sein, mensch muss nich immer an allen arbeiten, es darf aber kein einziges der Gemeinnützigkeit entgegenstehen
  • Regeln zur Mitgliederversammlung: muss regelmässig stattfinden, z.B. einmal jährlich, alle müssen eingeladen werden, in bestimmter Art und Weide, in bestimmten Zeiträumen vorher (z.B. 4 Wochen) - dazwischen können immer Versammlungen sein, dort werden Vorstände gewählt
  • Vorstand muss es geben, mind. 3 Personen (Ausnahmen nur bei historischen Vereinen, Sondererlaubnis bei Verleihung vom Bundestag)- Hierarchiefreiheit z.B. dadurch, dass alle Mitglieder in den Vorstand gewählt werden
  • Regeln: Mitgliederaufnahme, -ausschluß, Quoten zu Entscheidungen, wie kann Ausflösung geschehen, was passiert mit Geld bei Auflösung (am besten anderen gemeinnützigen Verein), wer macht außen vertretungsberechtig ist (nur die dürfen Verträge eingehen, kann Vorstand sein), etc
  • alles nicht explizit geregelt wird, wird gemäß dem BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)gemacht
  • alle 7 oder mehr Gründungsmitglieder müssen Satzung unterschreiben

Vereinsführung

  • regelmässige Neuwahlen auf Mitgliederversammlung müssen sein, wenn es Veränderungen gibt müssen die dem Registergericht "zeitnah" mitgeteilt werden
  • Steuererklärung muß am Anfang jährlich gemacht werden, wenn Gemeinnützigkeit dauerhaft anerkannt ist muss sie nur noch alle 3 Jahre gemacht werden - in Zukunft digital
    • immer 1*Somstiges, dann alles andere in zwei Kategorien zusammenfassen
    • Tätigkeitsbericht über Wesentliche Aktivitäten des Vereins, ca.1-2 Seiten
    • Schwerpunkt der Tätigkeiten müssen sich auch in Finanzen niederschlagen
  • jede Neuwahl oder Satzungsänderung muss notariell beglaubigt werden, kostet also Geld
  • für ALLES müssen Belege gesammelt werden, die müssen 10 Jahre aufbewahrt werden
  • alle Projekte und Anträge aufbewahren --> zeigen können, das Ausgaben für gemeinnützige Arbeit verwendet wurden
  • Kontoauszüge aufbewahren
  • Spendenbelege müssen ab 100€ ausgestellt werden
  • Bargeldbuch (Datum, Summe, Zweck der Einnahme oder Ausgabe) für alle Bargeldaktivitäten, muss immer Tages-aktuell sein, bis zu 10 Barkassen sind möglich
  • Auslagerung von Barkasse an Externe ist möglich, dann muss Kassenbuch nicht beim Verein liegen
  • Mitgliederliste: wer ein-, austritt, muss immer aktuell sein, immer 1 Jahr aufbewahren
  • einfache Buchführung reicht aus
  • bei jeder Mitgliederversammlung Protokoll führen und Entscheidungen gemäß der Satzung treffen


Workshop: Kritischer Umgang mit Fördermitteln

Diese Stichpunkte wurden zur Dokumentation des Workshops beim Fundraising-Training 2011 und 2012 in Mannsdorf festgehalten. Der Workshop ist eine selbst-reflexive Diskussion ohne zentrales Input. Die TeilnehmerInnen werden angeregt die Wirkung der Inanspruchnahme von Fördermitteln für ihre Projekte, Abhängigkeit von bestimmten Quellen und inhaltliche Arbeit kritisch zu hinterfragen. Bei jedem Workshop stellen sich die angesprochenen Themen daher unterschiedlich dar.

  • Bekenntnisklausel bundesweit und als Testfall speziell in Sachsen in der Diskussion: Fördergelder soll es nur noch dann geben, wenn eine Erklärung mit Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der BRD einschließlich Selbstverpflichtung, um sicher zu stellen, dass keine Person gefördert wird, die das nicht so sieht
    • abgesehen davon, dass damit eine kritische Auseinandersetzung (auch im konstruktiven Sinne) mit dem Gesellschaftssystem verboten wird, bewirkt die Klausel einen umfassenden Kontrollzwang für diejenigen, die Fördermittel in Anspruch nehmen würden
  • will ich wirklich für Strukturen und Institutionen werben, hinter denen ich inhaltlich nicht stehe bzw. die ich problematisch finde, nur um deren Geld zu bekommen?
  • lieber bei großen Förderprogrammen Anträge stellen, als Gelder von cooleren kleinen Institutionen zu nehmen, weil mein Antrag sonst vielleicht anderen guten Initiativen die Mittel nimmt
  • verkauft mensch sich selbst?
    • auch ein subversiver Umgang ist denkbar, z.B. durch die Verwendung der Mittel für Projekte, die sich gegen die kritisierten Sachen stellen; oder durch öffentlichkeitswirksame Ablehnung der Annahme der Förderung
    • durch Inanspruchnahme von staatlichen Fördergeldern nimmt mensch sich eigentlich zuvor eingezahlte Steuergelder zurück (Anmerkung: das ändert an der Problematik allerdings wenig)
  • man hat immer die Abhängigkeit von den Richtlinien
    • Spagat zwischen förderfähiger Antragsformulierung und tatsächlichen Projekten ist anstrengend
  • Balance aus Unabhängigkeit und Förderung finden
    • Gelder für dauerhafte Strukturen und Materialien nutzen
    • sich nicht auf Personalkosten verlassen, um kein Leben von Fördermitteln abhängig zu machen
    • Balance zwischen Antragsarbeit & Abrechnung und der aktiven Arbeit finden
  • Perspektive langfristig verändern, aber zunächst Personalstellenförderung nutzen
    • Fördergelder für Aufbau einer unabhängigen Lebensvariante nutzen --> irgendwann selbstversorgend mit Dach über dem Kopf
  • Hierarchie zwischen Antragschreiber und den Anderen
  • was macht das Geld mit der Gruppe?
    • großer Unterschied zwischen NGOs und Initiativgruppen; die NGOs sind meist bereits marktorientiert organisiert, während die unabhängigen Gruppen ihre Selbstorganisierungsfähigkeiten (mit wenig oder ohne Geld) verlieren können
    • Ideale gehen flöten
    • Ressourcen von anderen Organisationen erfragen, bevor mensch sich auf die Fördermittellogik in der Kleingruppe einlässt?
    • Förderung kann Professionalisierung sichern (kann natürlich auch ohne gehen, aber ist sehr schwierig) - allerdings: ist Professionalisierung erstrebenswert?
    • mit Unterstützer_innen aus der Region arbeiten - gemeinsam ohne viele Kosten arbeiten
    • Projekte werden durch Richtlinien und die FundraiserIn ganz nebenbei verändert - verliert mensch Projektziele und Leitbilder aus den Augen?
  • Gelder als Starthilfe nehmen, auch um andere finanzielle Abhängigkeiten zu verhindern (z.B. Kredite)
    • Geld aquirieren, um sich "frei zu kaufen"
    • Langfristigkeit lässt sich absichern (Gegenbeispiel ist Squat: unsichere Lebenssituation, wieviel Arbeit steck ich in das Haus?)
  • Abwägungen, welche Förderprogramme genutzt werden sollten - kann sehr gruppenabhängig sein
  • Annahme von Fördergeldern fördert den Geldfluss und unterstützt dadurch das kritisierte System
  • Expert_innenstatus kann erlangt werden und mensch findet Kontakt zur bürgerlichen Gesellschaft - schwer diesen zu erhalten ohne Personalstellen (Anmerkung: wieder die Frage, ob eine solche Haltung denn anstrebenswert ist)
  • Fördergeld-Ressourcen können zu Anschaffungen führen, welche vielleicht nicht nötig waren -> fördern von Unterschieden in der Gesellschaft
  • Dinge anders sagen als gemeint
  • Dinge institutionalisieren
  • Verwertung der eigenen Ideen
  • radikale Bewegungen können mit "Geld befriedet" werden
  • Preisgabe von Daten
  • irgendwann nur noch Buchhaltung und Geldlogik
  • vorhandene Ressourcen erzeugen Nachfrage
  • böse Labels
  • Gedankengut der Stiftungen prägt uns
  • Dinge eher gekauft als organisiert -> keine andere Ökonomie
  • Wo kommen die Gelder her?
  • kulturelle Vielfalt in Projekten ohne Geld
  • Förderer bestimmen was mensch macht, bestimmen Programm


Auswertung

Es gab zur Reflexion und für Feedback zum Seminar einerseits eine "Feedback-Dartscheibe" und eine Feedback-Runde, in der jedE TeilnehmerIn intensiv ihre Eindrücke und Veränderungsvorschläge schildern konnte.

Die "Feedback-Dartscheibe" war ein Plakat, auf das eine Dartscheibe skizziert und einzelne Abschnitte ("Kuchenstücke) abgefragte Kategorien wieder gaben: Gruppe, Ort, Seminarkonzept, Selbstorga, Workshops, Seminarleitung, Fremdorga. Da konnte jedE TeilnehmerIn jeweils eine Markierung machen, wie gut oder schlecht sie das Seminar in diesem Hinblick fand. Umso weiter im Herzen der Dartscheibe, umso besser die Bewertung. Eine zusätzliche Rubrik gab Gelegenheit individuelle Verbesserungsvorschläge einzutragen.

Außer im Bereich "Selbstorga" (wie gut haben die TeilnehmerInnen sich bzw. das Seminar organisiert) gab es vor allem "sehr gute" Bewertungen. Bei "Fremdorga" (wie gut wurde das Seminar im Vorfeld organisiert) gab es eine Markierung im mittleren Bereich, alle anderen befanden sich nahe dem Zentrum.

In der individuellen Rubrik ("Es fehlt mir...") wurden folgende Bemerkungen hinterlassen:

  • wärmere Räume
  • Platz/Ruhe
  • genug Zeit/länger
  • Bewegung
  • (meine Tochter)
  • Vorankommen mit Anträgen


In der Feedback-Runde gab es zunächst etwa eine halbe Stunde Zeit sich Notizen in den abgefragten Bereichen zu machen. Diese wurden dann vorgetragen bzw. erläutert. Anmerkungen (wie im Original dokumentiert) hierzu waren:

Ort:

  • mehr Rückzugsräume
  • schön abgelegen, wenig Ablenkung
  • symphatische Baustelle hat Gruppengefühl gestärkt
  • vorhandene PC's - Internet schwierig
  • Raumaufteilung schwierig: ruhige Arbeitsräume, Wuselräume
  • Haus ziemlich perfekt, außer Küche für so viele Leute nicht so toll - zu klein
  • für große Gruppen zu klein - anstrengend bei mehr als 18 Leuten
  • bessere Schlafplatzorga -> früh / spät aufstehen/einschlafen
  • Natur ringsrum, gute Einkaufsmöglichkeiten (bio)

Fremdorga:

  • Vokü-Ausflug: toll
  • gut vorbereitet alles (lange Emails)
  • Essensbereitstellung... + durch FoodCoop
  • Anreise auch selbstorganisiert möglich
  • kritischere Auswahl? Verbindlichkeoten -> kein Urlaubsseminar
  • Wegbeschreibung (von A14) sehr gut
  • Wartelistesituation war unklar + Anmeldung z.T. unklar
  • Haushaltsanweisung perfekt
  • mehr Ansagen zum Haus
  • Zettel im Haus ruhig mehr
  • Zeitaufwand deutlicher machen
  • Vorbereitung hat schlecht geklappt, zu viele Baustellen
  • Antworten der TeilnehmerInnen auf Fragen dauerten z.T. sehr lange bei Email-Kontakt
  • Verbesserungsvorschlag: Externe, die kochen

Gruppe:

  • mehr gegenseitige Hilfe untereinander
  • Motivationslöcher Einzelner
  • Gruppe symphatisch
  • Toleranz gut
  • Einzelne, die sich aus Runden rausziehen - doof, unproduktiv
  • gemeinsames Arbeiten - beflügelt
  • schade, dass manche sich so stark rausgezogen haben
  • Andere haben sehr viel beigetragen -> schöner Eindruck
  • verhältnismäßig - sehr emanzipatorisch
  • die meisten aus "einem Sumpf"
  • Pausen auch viel mit Fundraising beschäftigt - GUT
  • Gruppe wohlfühl, aber nicht so viel gut -> Konzentration höher
  • zu groß
  • unterschiedliche Begeisterung/Frust, Fokus auf Training stärker
  • Abreise vor dem Aufräumen
  • Anstrengend, wenn Einzelne wegfahren zwischendurch (Dresden, Halle)
  • Ausflug nach DD gut (Gruppengefühl)
  • vorab bescheidsagen, ob mensch nur teilweise anwesend sein möchte

Fan & Jalk (die Coachs):

  • z.T. schlechtes Gewissen, euch anzusprechen
  • enorm viel geleistet
  • bestrebt Dominanzabbau - Eigenständigkeit
  • sachlich - cool
  • Respekt!
  • Wissenshierarchie
  • ergänzen beide sich gut
  • beide motivieren mit ihrem hohen Engagement
  • Überforderung war erkennbar
  • Jalk -> frech!
  • vielen Dank!

Konzept:

  • springen von Theorie zu Praxis schwierig
  • aus dem Nähkästchen plaudern: war gut - Vorstellungsvermögen
  • geholfen hätte: YiA-Antrag beispielhaft durchgehen: klarer Ziel, ...
  • Zeitplan:
    • zu kurz, hätte länger sein können
    • Pausen wären teilweise nötig
    • Konflikt Antrag <-> Theorieteil, gehetzt
  • Winterzeit: optimal
  • Raum (Zeit) für Austausch fehlte
  • Arbeitsdynamik zu langsam wegen Dresden
  • Abrechnung fehlt...
  • kritischer Umgang mit Fördermitteln zu spät
  • Visualisierung verbessern
  • Spezialworkshops extra (Tab/Calc, kreativer Umgang mit Vorschriften (Formulierung "optimiert", Anm. d. Red.) ...)
  • mehr allgemeines Konzept statt Spezialisierung auf großen und kleinen Antrag
  • 3 Tage für 1. Version des großen Antrags
  • wenn alle YiA-Antrag machen Korrekturzeit für 2 Teamer zu lang -> mehr Teamer
  • lieber keine Theorieteile am Morgen, wenn Menschen die Anträge schreiben wollen und Konzentration morgens deutlich besser
  • offizielle und inoffizielle Art des Fundraising

Selbstorga:

  • Gruppe symphatisch
  • Toleranz gut
  • im großen & ganzen gut geklappt (schlimmer gehts immer)
  • genervt: Menschen erst in großer Runde angesprochen, dann gekocht
  • 2x Kochen gut für Leistungsfähigkeit
  • Kochen als Fluchtpunkt
  • Ausflug nach DD gut (Gruppengefühl)
  • Mangelhaft - hohe Energieverschwendung
  • mehr Verbindlichkeiten
  • lief teilweise gut -> Zettel...
  • Priorität: Arbeiten -> weniger Selbstorga...
  • verbindliche Teilnahme (Morgenrunde etc.)
  • mehr Kommunikation in der Küche (verdorbene Lebensmittel verhindern)
  • Ideenbuch in der Küche
  • Externe, die Kochen
  • zu Beginn:
    • Absprachen wie viel Orga benötigt (2x warmes Essen z.B.)
    • Bedürfnisrunde (Essen etc. ...)
  • Leute direkt um Hilfe/Beteiligung bitten
  • Zeitplan den Bedürfnissen anpassen - eventuell alles nach hinten schieben

Workshops:

  • kritischer Umgang mit Fördermitteln zu spät
  • Konflikt Vertiefen (Vereinsgründung, Abrechnung) vs. Zeitplan
  • Wunsch Workshop Extremismusklausel als fester Bestandteil
  • Erklärung für Dummies
  • mit mehr Beispielen (Anträge) arbeiten
  • waren gut, nicht zu lang
  • Fragen der TeilnehmerInnen gut, da lernt mensch viel
  • manchmal individuelle Fragen zu lange besprochen
  • Anfang hat sich meist zu lange hingezogen
  • offener Workshop (Samstag) inhaltlich teilweise abschweifend
  • Workshop Haushalt in 2 Blöcke aufteilen
  • Praxiserfahrung wichtig
  • Andere Konzepte als Vortrag
  • zu viele Workshopthemen
  • Visualisierung verbessern
  • Doku im Wiki


Begriffslexikon: Ein kleiner Fachwortschatz für kryptische Richtlinienformulierungen

  • Fehlbetrag: Was ist ein Fehlbetrag?
    • gemeint ist wahrscheinlich die Fehlbetrags- bzw. Fehlbedarfsfinanzierung. Das bedeutet, dass der Teil der Gesamtkosten, der nicht anders finanziert werden kann, von der ZuwendungsgeberIn übernommen wird. In der Regel wird es dazu eine Maximalsumme geben, bis zu der der Fehlbedarf finanziert wird. --Falk 19:27, 22. Feb 2010 (CET)
      • Beispiel: Das Projekt hat Gesamtkosten von 50.000 EUR. Es gibt Einnahmen aus Eigenmitteln (5.000 EUR), Spenden (10.000 EUR), weiteren Fördermitteln (15.000 EUR) und durch den Verkauf von im Rahmen des Projekts erstellten Infomaterialien (2.000 EUR). Dann bleibt noch eine offene Summe von 18.000 EUR, die bisher nicht finanziert ist - das ist der Fehlbedarf oder Fehlbetrag. Wenn im Rahmen der Fehlbedarfsförderung mindestens 18.000 EUR bewilligt wurden, wird diese Summe also von der Zuwendungsgeberin übernommen. --Falk 19:27, 22. Feb 2010 (CET)


-> zur Seminarseite des vorigen Fundraising-Trainings im Herbst 2010


  1. Zum Schutz vor automatischen Mailadressen-Robots, die nach Adressen suchen und diese dann mit Spam-Mails überfluten, ist diese Mailadresse für diese Robots unleserlich formatiert. Um eine korrekte Mailadresse zu erhalten muss ÄTT durch das @-Symbol ersetzt werden.